Die Flasche

 

 

 

 

 

Flasche

 

dunkles Glas

 

Bewahrerin meiner Träume

 

 

 

Muss dich öffnen

 

heute

 

für morgen

 

Du weißt:

 

Meine Hände

 

sie zittern

 

 

 

 

 

 

Die Wand

 

 

 

 

 

Eines Morgens ich ging ans Fenster

 

Zu vertreiben die Gespenster

 

Doch in meinem Ofen nur kalte Glut

 

Kein Lodern müder Mut

 

Denn dort wo ich stand

 

War plötzlich nur noch Wand

 

Glatt und Platt

 

Trennend die Wahrheit nennend

 

 

 

Es gab keinen Weg ins draußen

 

Vernagelt das im außen

 

So ich kehrte um

 

Die Beine lang ganz stumm

 

Um wieder ins Bette zu kriechen

 

Für ewig zu siechen

 

Mein Traum verloren war nie geboren

 

Herz klebt schwarz im dicken Harz

 

 

 

Noch dunkler aber die Geister thronen

 

Die da in meinem Kopfe wohnen

 

Es ist ihr Regiment

 

Das niemals Gnade kennt

 

Wieder liegend denk nicht an Flucht

 

Nur an weiches Kissen Sucht

 

An die Pillen die da killen

 

Die Sorgen über Morgen

 

 

 

 

 

 

Das Alleskönnerding

 

 

 

Man kann es verwenden für:

 

das Reinigen von Fenstern

 

das Putzen von Kacheln

 

als Frostschutzmittel

 

als Lösungsmittel

 

für den Campingkocher

 

für das Feuerzeug

 

et cetera

 

et cetera

 

 

 

Geniales Zeug

 

Und wenn kein Tropfen mehr daheim

 

kein Pfennig in der Tasche

 

dann kann man es auch trinken

 

 

 

Es ist der heilige Geist der tiefsten Not

 

Wohl darum das Zeug heißt: Spiritus!

 

 

  

 

 

Die Sache mit dem Gewissen

 

 

  

Ein Freund und ich

 

Wir zogen um die Hütten

 

Wir tranken viel

 

Man spricht von: schütten

 

 

 

Laden um Laden schloss

 

Doch unsere Party wollte mehr noch wagen

 

Vom Wirt der Flaschenkauf

 

klirrend wir in Mansarde tragen

 

 

 

Der Aufstieg indes war viel zu schnell

 

Kotze flog aus dem Fenster da

 

Trocken meines Freundes Worte nur:

 

„Was soll’s. Du kennst es ja.“

 

 

 

Und wie seltsam, er hatte recht

 

Das sollte wohl mein Gewissen locken

 

Aber auf dem stummen Tische frech

 

Nur zwei frische Blonde hocken

 

 

  

 

 

Alles klar Baby

 

 

 

Tollkühn ich klammerte mich

 

an den Strohhalm der Verheißung

 

 

 

Klar, Baby, besorg ich

 

klar

 

  

und sog auf all die unteren Linien der Leiter

 

auf der ich stand

 

 

 

 Cool, Baby,

     

       cool

 

  

durch das weiße Nasentor

 

bis dass der Fuß ins Leere trat

 

 

 

Leih mir was, Baby,

 

leih mir was

 

  

 

Nicht viel was noch blieb

 

so hoch der Hände letzter Griff

 

 

 

Du kriegst es zurück, Baby,

 

du kriegst es zurück

 

 

 

doch der Narr nicht hört die Götter

 

vom Olymp er stahl den letzten Schnee

 

 

 

Ruf die Rettung, Baby,

 

Ruf die Rettung

 

 

 

kühler Nektar für das Nervenzappeln

 

bis Zeus Lichterblitz fallend ihn in Scherben riss

 

 

 

Leg die Decke über seine Augen, Baby,

 

deck ihn zu!

 

 

 

 

 

Er lachte

 

  

 

Weißes Pulver

 

Du machst die Gedanken

 

zu einem Gebirgsbach

 

so rein

 

so rein

 

 

 

Weißes Pulver

 

Du hebst den Schleier

 

von den Sternen

 

so klar

 

so klar

 

 

 

Mit Dir

 

Und nur mit Dir

 

Ich war der Auserwählte

 

Im Sektglas das Gefühl erfror

 

Bussi hier

 

Bussi dort

 

 

  

Ja, mein Mund

 

er lachte

 

und lachte

 

- nicht mit euch

 

über euch! -

 

bis er vergaß

 

was das Ohr

 

einst hörte:

 

 

 

„Es ist gefährlich

 

zu schlafen

 

in den Stiefeln des Riesen

 

zu lang“