Mit Sicherheit kein Meisterwerk und somit nie und nimmer des Literaturnobelpreises verdächtig. Über einige Absätze hinweg aber ganz amüsant. Zumal ja nie gewiss ist, was ist Wahrheit und was ist Dichtung.

Ach ja, das dazu passende Video ist unter der so benannten Rubrik zu finden. Auch kein Meisterwerk, aber zum Beweis hoffentlich ausreichend.

Es gab bessere Aufnahmen, doch wurden diese in Erwartung noch besserer gelöscht. Und was soll man dazu sagen, dann kam wieder diese seltsame Veränderung meines Körpers, die (wie ich es im Verdacht habe, mit zu viel Essen in Verbindung stehen könnte), und die ebendiese Erwartung zu einer falschen Hoffnung machten. Aber ich gelobe Besserung , auch wenn es mit den Jahren immer schwerer fällt.

Es handelt sich hier umd das Cover der Printausgabe.

 

 

Der Titel: "Wie ich den 90°Handstand schaffte", ist Programm. So möchte man meinen, wenn man das Buch das erste Mal aufschlägt und all die vielen Illustrationen sieht; und vielleicht auch noch ein wenig von dem Text abgrast, der sich um diese herum legt. Denn sehr ausführlich wird dort beschrieben, zum einen, was ein 90°Handstand ist, und zum anderen, mit welch Übungen man sich ihm am besten nähert. (Wobei ein großes Augenmerk auf dem Schwerpunkt liegt.) Bis man ihn letztendlich sogar beherrscht. Wobei es gänzlich ohne Bedeutung ist, welches Alter der daran Interessierte im Pass stehen hat. Voraussetzung nur: Das Gewicht stimmt. (In einem speziellen Kapitel wird, falls dem nicht so ist, zusätzlich ein möglicher Weg aufgezeigt, dieses zu erreichen.) Doch das Buch ist mehr als nur das, ein Ratgeber für ein artistisches Kunststück. (Und ein solches ist der 90°Handstand zweifelsohne.) Es ist eine Art Metapher, die besagt: Liegst Du am Boden, so lohnt es sich immer, wieder aufzustehen. Egal, wie lang es dauert und wie hart es ist. Was der Autor mit einigen lustigen, aber auch traurigen Anekdoten aus seinem eigenen Leben beweist. (Elternhaus, Schule, Studium, Drogenkarriere, usw.) Auch wenn da nicht immer gewiss ist: Was ist Wahrheit und was ist Lüge. (Was sind seine Erinnerungen und was sind die Erinnerungen der anderen, die irgendwann zu den seinen wurden.) Doch letztendlich kommt es darauf nicht an. Denn wie bei jedem guten Buch geht es nur um die Botschaft. Und diese ist gut zu erkennen. --- Aber auch die, die schon im Untertitel angekündigt wird. Denn da heißt es ja: "Oder: Wie schwer es ist, ein gutes Buch am Markt zu platzieren." Denn auch wenn der Autor von sich selbst behauptet, das Kaufmännische liege ihm nicht, so muss man ihm ganz ohne Neid attestieren, dass er es sehr wohl versteht, sich zwischen all den Zeilen immer wieder geschickt selbst zu vermarkten. Denn dies ist ja nicht sein erstes Buch. Und die Lancierung all der anderen Titel, die seiner Feder entstammen, ist somit nur Teil einer raffinierten Strategie. Sowie auch die Nennung seines Alter Egos: Francis Linz. Der sowohl für das Vorwort sowie für das Nachwort steht. Und auch wenn man jetzt denken mag, dass so vorzugehen vielleicht ein wenig verwerflich ist, so ist es das eben doch nicht. Denn was soll er sonst tun, er, der nicht singen kann, er, der generell nichts kann, was in der Welt ein leichtes Auskommen verspricht? Er, der nicht einmal den anderen Menschen eine Unterschrift entlocken kann, unter einen Vertrag, der ihm selbst mit satter Provision das süße Leben verspricht, den anderen aber nur ewig sauer aufstößt. Ganz egal, was er verkaufen soll. Und das nicht einmal, weil er selbst vielleicht so ehrenhaft und edel ist, sondern nur, weil man ihm jede Lüge sofort im Gesicht ansieht. Viele andere Möglichkeiten hat er da nicht. Und das ist noch die ehrlichste.

Es handelt sich hier um das Cover der E-Book-Ausgabe.