(Dieses Buch ist leider momentan nicht erhältlich. Es bedarf noch einmal einer gründlichen Überarbeitung.)

Gewiss streckenweise das Beste, was ich literarisch jemals von mir gegeben habe, dennoch nur bedingt zu empfehlen. War ich doch, als ich es schrieb, von der "Blendung" von Elias Canettis inspiriert und wollte etwas von vergleichbarer Hoffnungslosigkeit in die Welt stellen. Was mir leider ganz gut gelungen ist. Somit ist keiner der Charaktere auch nur im Ansatz liebenswert. Und das über 700 Seiten. Da braucht man schon ein starkes Gemüt, um das zu überstehen. Das ich heute nicht mehr habe. Trotzdem hat natürlich auch diese Buch seine Berechtigung, zumal es bestimmt jemanden geben wird, und wenn er allein in der Welt steht, der es zu einem Meisterwerk erklärt und zu seinem Lieblingsbuch. Ihm aber fühle ich mich verpflichtet und verspreche hiermit, dass ich mir Mühe bei der Überarbeitung geben werde. Was aber dauern kann. Es handelt sich hier um das Cover der Printausgabe.

 

 

 

Während die Schergen eines der großen Teufel des 20ten Jahrhunderts, eben diesen Teufel mit Benzin übergießen und ihn und seine kleine Eva heimlich in einem Hinterhof verbrennen, wird keine fünfhundert Meter weiter ein altes Mütterchen von drei russischen Soldaten in einem Kohlenkeller überrascht. Und es kommt dabei das heraus, was dabei herauskommen muss. Man vergewaltigt sie. Und das gleich mehrfach. Das ist der Lauf der Dinge, wenn eine Nation zerbricht. Das ist der leere Sinn des Krieges, der keine weitere Frage in sich birgt. Nicht einmal ein stummes Staunen. Und dennoch passiert zugleich etwas Ungeheuerliches und man ist tatsächlich versucht, von einem Wunder zu sprechen, wenn auch nicht von einem heiligen. Oder vielleicht etwa doch? Die Frau, obwohl schon über die sechzig, scheinbar lange hinausgefallen aus der Zeit des Mondes, sie wird bei diesem Akt der rohen Gewalt geschwängert. Und eine suchende Seele findet somit schnell ein neues Zuhause. --- Wenn auch diese Seele sich die nächsten zwanzig Jahre dann erst einmal erfolgreich weigert, geboren zu werden. Und das mit gutem Grund. Ist das nämlich nicht mehr hinauszuschieben ist, folgt ein Leben, das so seltsam ist, dass selbst die Erwähnung von Elfen und eines Arbeitsplatzes auf dem Mond, dies nicht einmal im Ansatz andeuten können. Nicht einmal die Erwähnung eines Herren der Meere und einiger schwulen Präsidenten. Vielleicht nur, dass dieses Leben ungewöhnlich lang ist und nur die eine Aufgabe hat: Die Welt wieder ins Chaos und ins Verderben zu stürzen. So ist das mit der Seele des Führers. Wiedergeboren hat sie nichts anderes zu tun, als die Welt wieder ins Chaos zu stürzen. Auftritt in mehreren Akten.

(Auch das Cover der E-Book-Ausgabe wird neu überarbeitet, darum keine Abbildung.)